Der Tag X – Abschied vom eigenen Pferd

„Bitte melden“ hieß es in der SMS von Marius. Schlagartig wusste ich, worum es ging. Ich wählte seine Nummer, um mich nach Fionas Zustand zu erkundigen. „Sie liegt wieder. Es sieht nicht so aus, als würde sie es diesmal schaffen.“ Der Tierarzt war bereits gerufen und untersuchte meine 37-Jahre alte Stute umsichtig. Währenddessen eilte ich ins Büro des Geschäftsführers und bat darum, nach Hause fahren zu dürfen. Ich musste ihm versprechen, vorsichtig zu fahren und die Nerven zu behalten. Ein paar Minuten später saß ich im Auto. Die Strecke nach Hause kam mir länger vor als sonst. Langsam fahrende Baufahrzeuge stellten meine Geduld auf eine harte Probe. Mit meinen Gedanken war ich nur bei Fiona und hoffte inständig, sie möge auf mich warten. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass sie sterben würde, ohne dass ich mich von ihr verabschieden könnte. Mehr lesen

Wenn der Mut schwindet…

Angst im Umgang mit Pferden oder beim Reiten ist ein ergiebiges Thema. Angst, dieser unangenehme Begleiter, meldet sich auf unterschiedlichste Art und Weise bei einem jeden Reiter zu Wort. Ungefragt hockt er auf unserer Schulter oder als fiese, leise Stimme in unserem Kopf, als dumpfes Gefühl in unserem Bauch oder als nervöses Zittern in unseren Knien. Kurz gesagt: Angst führt zu extremen physischen Sinneswahrnehmungen. Und ja, das ist normal. Mehr lesen