Von der Angst, loszulassen

 

Vielleicht ist dies einer dieser Texte, die man immer mal wieder liest und dabei das Gelesene jedes Mal auf eine neue Art und Weise versteht. Loslassen, freigeben, verändern – jeder der Begriffe beschreibt etwas sehr Persönliches. Ein jeder Leser wird sich wahrscheinlich anders darin wiederfinden. Wenn man Abschied nimmt von etwas oder jemandem, dann fühlt es sich manchmal an, als nähme man auch Abschied von einem Stück seines Selbst. Schließlich verband einander eine Zeit lang etwas Einzigartiges. Es bestand eine Verbindung, wie sie nur zwischen diesen beiden Wesen oder diesen beiden Menschen bestehen konnte, aufrechterhalten durch beiderseitige Motivation dazu. Ansonsten wäre sie, die feine Verbindung, schon eher verschwunden. Es entstanden Empfindungen, wie sie nur zwischen jenen beiden Partnern hätten entstehen können. Es wurden durch den Gegenüber Facetten aneinander ans Licht gebracht, von denen man gar nicht wusste, dass man sie besaß. Mehr lesen

Bis irgendwann nur noch der Kopf reitet…

Es ist meiner Einschätzung nach eines der größten Sprungbretter und gleichzeitig eine der größten Gefahren für einen Reiter: Das Fachwissen. Der ein oder andere Leser mag nun vielleicht den Kopf schütteln und sagen: „Wie kommt die denn darauf? Es ist doch allemal besser, Ahnung von dem zu haben, was man tut, als aus lauter Unwissenheit einen Fehler nach dem anderen zu machen!“ Dem gebe ich Recht. Wissenslücken limitieren uns in unserer Arbeit mit Pferden und damit in der Arbeit mit uns selbst. Und trotzdem: Sollten wir nicht in gewisser Weise davor auf der Hut sein, uns irgendwann rein aus Wissendurst mit den Finessen der Pferdeausbildung zu beschäftigen? Sollten wir nicht penibel Acht darauf geben, dass wir das ungezwungene Zusammensein mit dem Tier zu jeder Zeit als höchste Priorität erachten? Mehr lesen