Das ausgebrannte Pferd

Caramello

 

Vor ungefähr fünf Jahren fragte unsere Dozentin Dr. Inga Wolframm meine Kommilitoninnen und mich in einer Vorlesung zur Evolution und Ethologie des Pferdes: „Warum ist ein Pferd vergleichsweise leicht zu domestizieren?“ Wir überlegten und sammelten einige Argumente, aber so ganz zufrieden war Inga noch nicht. Dann fiel mir ein, dass ich vor längerer Zeit ein paar passende Zeilen gelesen hatte und meldete mich mit den Worten:“ Ich glaube, Pferde haben eine gewisse Neugier.“ Inga fragte darauf hin, welches Buch ich gelesen hatte und ich meinte mich zu erinnern, dass Monty Roberts darüber geschrieben hatte. Neugier, einer der entscheidenden Knackpunkte und dadurch also ein hohes Gut – doch was tun, wenn sie nicht mehr präsent ist? Mehr lesen

Einem geliehenen Gaul schaut man nicht ins Maul

Brydee, Lehrpferd der Schule für Reitkunst, mit ihrem Besitzer und Ausbilder Marius Schneider vom Reitzentrum Gestüt Moorhof in Lüdinghausen

Einem geliehenen Gaul schaut man ins Herz. Sei es im Urlaub beim Strandausritt, beim Unterricht auf einem Lehrpferd oder im täglichen Umgang mit der Reitbeteiligung – oft greifen wir auf Pferde zu, die nicht unser Eigentum sind. Pferde, die neben uns als Reiter noch mit anderen Menschen arbeiten und zu denen wir keine solch enge Bindung haben, wie jene anderen Menschen sie haben. Pferde, für die es einen Unterschied macht, ob wir uns zwischendurch einmal mit ihnen beschäftigen oder der feste Besitzer seinen Bezug zum Tier durch täglichen Kontakt festigt. Daher stellen sich bei der Arbeit mit Leihpferden einige Fragen: Mehr lesen