Die Reitkunst als Instrument der Selbstentwicklung

Equinspiration

Was wir heute in der Reitkunst vorfinden, kommt uns manchmal spärlich vor. Wir graben in den Quellen, die uns aus der Vergangenheit blieben, um ein winziges Detail zu finden, das uns in der Arbeit mit unseren Pferden unterstützen könnte. Dabei haben wir allein durch das Engagement aller Reiter zu allen Zeiten bereits einen riesigen Schatz vor der Nase liegen.  Wir müssen heutzutage nicht tausende Kilometer zu renommierten Reitkunstakademien reisen, um den Schatz zu Gesicht zu bekommen. Wenn wir die Augen aufmachen, haben wir die Reitkunst in allen Facetten direkt vor der Nase. Wir können großartigen Seminaren in unserer Nähe beiwohnen, unseren Computer anschmeißen, online step by step lernen und spätestens, wenn wir es am eigenen Pferd erproben, bekommen wir direktes Feedback von unserem Vierbeiner. Die Voraussetzungen sind also bestens. Mehr lesen

Auf Messer’s Schneide – Entscheide dich jetzt!

Das Pferd verweigert aus scheinbar unerfindlichen Gründen die Übung, stand auch schon mal feiner an den Hilfen und lässt sich noch dazu weniger gut verladen als letzte Woche. Die beste Freundin hat auf einmal doch keine Zeit für den Mädelsabend, ein Elternteil liegt hilfebedürftig im Bett und der Hund spielt heute taub. Wenn es kommt, kommt es dicke. Jeder kennt das. In Extremsituationen welcher Art auch immer, geraten wir an unsere selbstgesteckten Grenzen. Ansonsten würden wir jene Momente nicht als Extreme empfinden. Ob nun als eine solche Ansammlung stark fordernder Umstände, in einer unerwartet gefährlichen Lage auf dem Rücken eines Pferdes oder, wenn eine Krankheit unserem Körper die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit aufzeigt – es gibt hunderte Beispiele, die wir Menschen als außerordentlich prägend empfinden können. Mehr lesen

Nicht gestern, nicht morgen – JETZT!

 

Heute wollte ich lehren, stattdessen wurde ich belehrt. Es stand mein Seminar zum Thema Geraderichtung am EQUInsitut in Kiel an. Konzentriert hatte ich wie bei jedem Seminar die Tage zuvor meine Reitliteratur durchgearbeitet, mir Übungen zu der Thematik überlegt und meine Pferde mit besonderem Augenmerk darauf trainiert. Als ich das fertige 10-seitige Skript las, war ich zufrieden mit meiner Vorbereitung. Rein nach meinem Bauchgefühl sollte es ein inhaltlich in Theorie und Praxis eine richtig schöne, runde Sache werden. Ein Seminar eben, bei dem jeder Teilnehmer etwas mitnehmen kann und aktiv eingebunden ist. Zudem freute ich mich darauf, nicht nur mit meinen Pferden vor Publikum an diesem Thema zu arbeiten, sondern auch darauf, dabei von einer meiner Schülerinnen und ihrer Stute unterstützt zu werden. Mehr lesen