Die Reitkunst als Instrument der Selbstentwicklung

Equinspiration

Was wir heute in der Reitkunst vorfinden, kommt uns manchmal spärlich vor. Wir graben in den Quellen, die uns aus der Vergangenheit blieben, um ein winziges Detail zu finden, das uns in der Arbeit mit unseren Pferden unterstützen könnte. Dabei haben wir allein durch das Engagement aller Reiter zu allen Zeiten bereits einen riesigen Schatz vor der Nase liegen.  Wir müssen heutzutage nicht tausende Kilometer zu renommierten Reitkunstakademien reisen, um den Schatz zu Gesicht zu bekommen. Wenn wir die Augen aufmachen, haben wir die Reitkunst in allen Facetten direkt vor der Nase. Wir können großartigen Seminaren in unserer Nähe beiwohnen, unseren Computer anschmeißen, online step by step lernen und spätestens, wenn wir es am eigenen Pferd erproben, bekommen wir direktes Feedback von unserem Vierbeiner. Die Voraussetzungen sind also bestens. Mehr lesen

Freiräume für alle

Equinspiration

 

Jeder kennt es: Ein Pferd, was uns bei Berührungen ausweicht, so tut, als würde es sie gar nicht wahrnehmen, oder im Zweifelsfall gerne auch um sich schnappt. Es wird mit dem Kopf oder dem Schweif geschlagen, um zu zeigen: „Lass‘ mich bitte in Ruhe.“ Ganz anders als bei zugewandten Pferden, wird hier die Interaktion von Seiten des Pferdes geblockt. Ich nenne sie die „Keep-distance-horses“ – diejenigen, die schlicht und ergreifend noch nicht so weit sind, die Nähe zu uns ohne internen Stress ertragen zu können. Meine Empfehlung, sich bei solchen Fällen ein wenig zurückzuziehen, wurzelt nicht darin, die Lage für den Menschen, den „Berührer“, sicherer zu machen, sondern darin, die Lage für den „Zu-Berührenden“ zu entspannen. Wer sich selbst und seine Wünsche zurücknehmen kann, ermöglicht es anderen, ihre Wünsche zu zeigen. Mehr lesen

Von der reinen Absicht, Gutes zu tun

Worin sich die Mitglieder der Pferdewelt heutzutage unterscheiden, ist manchmal schwer zu erfassen. Schließlich schreiben viele Ausbilder auf ihren Flyer, dass sie fein kommunizieren. Viele Therapeuten werben mit ganzheitlicher Betreuung des Pferdes. Viele Stallbetreiber versprechen artgerechte Haltung. Manchmal verliert sich der ganz normale Pferdebesitzer in der Vielfalt des Angebots, lässt das Pferd von Stall zu Stall wechseln, von verschiedensten Tierheilpraktikern, Hufpflegern oder Physiotherapeuten behandeln und hüpft von Trainer zu Trainer. Auf den wirklich grünen Zweig kommt er meist erst, wenn er an dem Ort und bei den Dienstleistern angekommen ist, die dem Pferd und dem Menschen gegenüber eine ganz reine Absicht verfolgen: Ihnen Gutes zu tun. Mehr lesen

Bitte stets manierlich – Die zauberhafte Welt der Damensattelreiterei

Es ist für mich mehr als der Traum vieler Mädchen. Es ist für mich mehr als das Gefühl, für kurze Zeit eine Prinzessin zu sein. Es ist für mich ein bedeutender Teil Reitkultur. Es beinhaltet für mich das Aufleben wahrhaft ritterlicher Werte: Das Reiten im Damensattel. In seiner schönsten Form ist es leider heutzutage eine Seltenheit geworden. Nichtsdestotrotz bleibt es in meinen Augen ein wichtiger Meilenstein auf dem Werdegang einer jeden Reiterin. Mehr lesen

Das ausgebrannte Pferd

Caramello

 

Vor ungefähr fünf Jahren fragte unsere Dozentin Dr. Inga Wolframm meine Kommilitoninnen und mich in einer Vorlesung zur Evolution und Ethologie des Pferdes: „Warum ist ein Pferd vergleichsweise leicht zu domestizieren?“ Wir überlegten und sammelten einige Argumente, aber so ganz zufrieden war Inga noch nicht. Dann fiel mir ein, dass ich vor längerer Zeit ein paar passende Zeilen gelesen hatte und meldete mich mit den Worten:“ Ich glaube, Pferde haben eine gewisse Neugier.“ Inga fragte darauf hin, welches Buch ich gelesen hatte und ich meinte mich zu erinnern, dass Monty Roberts darüber geschrieben hatte. Neugier, einer der entscheidenden Knackpunkte und dadurch also ein hohes Gut – doch was tun, wenn sie nicht mehr präsent ist? Mehr lesen

Die unbändige Kraft der Lebensfreude

Unter uns gibt es viele, für die Stillstand schwer zu ertragen ist. Getrieben von Fleiß, Neugierde und vielleicht auch Ehrgeiz, muss in ihren Leben kontinuierlich ein Schritt vor den anderen gesetzt werden. Im Idealfall werden Umwege dabei ausgespart und Effizienz wird sowieso ganz großgeschrieben. Mir geht es um ehrlich zu sein oft nicht anders. Der innere Drive kann Gold wert sein, denn er spornt uns zu Leistungen an, an denen andere Menschen von vorneherein gar kein Interesse zeigen. Er lässt uns fokussiert, diszipliniert und stark werden. Wir ziehen durch, auch wenn wir über Hürden laufen. Wir arbeiten lösungsorientiert und verschwenden keine Zeit. Mehr lesen

Kleine Ideen ganz groß: Die „Biostickies“ auf dem Vormarsch

  Biostickies (48 von 50)

Selbstständig in der Pferdebranche zu sein, ist manchmal gar nicht so einfach. Zu allererst braucht es dazu eine ziemlich gute Geschäftsidee. Ideen, die Lücken ausfüllen oder Probleme lösen, sind meist am kraftvollsten. So auch die Idee von Danijela Stiehlow und Stefan Fischer aus Reutlingen in Baden-Württemberg: Ihre „Biostickies“ sind die gesunde Alternative zu herkömmlichen Pferdeleckerlies. Wer ganzheitlich mit Pferden arbeitet, ist schließlich auch an gutem Belohnungsfutter interessiert. Im Interview mit EQUInspiration plaudern die beiden Jungunternehmer über ihr Projekt. Mehr lesen

Auf Messer’s Schneide – Entscheide dich jetzt!

Das Pferd verweigert aus scheinbar unerfindlichen Gründen die Übung, stand auch schon mal feiner an den Hilfen und lässt sich noch dazu weniger gut verladen als letzte Woche. Die beste Freundin hat auf einmal doch keine Zeit für den Mädelsabend, ein Elternteil liegt hilfebedürftig im Bett und der Hund spielt heute taub. Wenn es kommt, kommt es dicke. Jeder kennt das. In Extremsituationen welcher Art auch immer, geraten wir an unsere selbstgesteckten Grenzen. Ansonsten würden wir jene Momente nicht als Extreme empfinden. Ob nun als eine solche Ansammlung stark fordernder Umstände, in einer unerwartet gefährlichen Lage auf dem Rücken eines Pferdes oder, wenn eine Krankheit unserem Körper die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit aufzeigt – es gibt hunderte Beispiele, die wir Menschen als außerordentlich prägend empfinden können. Mehr lesen

Konzept statt Chaos – Finde deinen Weg!

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Meine lieben Kollegen unter den Lesern dieses Textes werden es vielleicht kennen: Das Handy klingelt oder eine E-Mail erscheint im Postfach mit der Anfrage eines Pferdebesitzers, der Interesse an Unterstützung in der Ausbildung seines Pferdes hat. Man selbst freut sich darüber, dass ein weiterer Mensch den Weg zu einem gefunden hat und macht sich auf den Weg, um entsprechend Hilfe zu leisten. In einigen Fällen wird es bereits im ersten Telefonat oder in der ersten E-Mail deutlich, dass die Ausgangssituation nicht allzu rosig ist. Und dann nimmt das Ganze seinen Lauf. Mehr lesen

Nicht gestern, nicht morgen – JETZT!

 

Heute wollte ich lehren, stattdessen wurde ich belehrt. Es stand mein Seminar zum Thema Geraderichtung am EQUInsitut in Kiel an. Konzentriert hatte ich wie bei jedem Seminar die Tage zuvor meine Reitliteratur durchgearbeitet, mir Übungen zu der Thematik überlegt und meine Pferde mit besonderem Augenmerk darauf trainiert. Als ich das fertige 10-seitige Skript las, war ich zufrieden mit meiner Vorbereitung. Rein nach meinem Bauchgefühl sollte es ein inhaltlich in Theorie und Praxis eine richtig schöne, runde Sache werden. Ein Seminar eben, bei dem jeder Teilnehmer etwas mitnehmen kann und aktiv eingebunden ist. Zudem freute ich mich darauf, nicht nur mit meinen Pferden vor Publikum an diesem Thema zu arbeiten, sondern auch darauf, dabei von einer meiner Schülerinnen und ihrer Stute unterstützt zu werden. Mehr lesen